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Flattr – nützlich oder doch nur ein Hype?

Flattr dürfte vielen ein Begriff sein. Ich konnte einen Account ergattern und somit den Dienst testen der in letzter Zeit in aller Munde war. Getestet habe ich es im Juni und möchte nun mal ein kleines Statement zu Flattr abgeben. Meine Meinung, nicht mehr und nicht weniger.

Warum Flattr und nicht einen PayPal Spenden Button?

An sich eine gute Frage aber wer Flattr mal genutzt hat weiß, dass es sehr einfach in der Handhabung ist. Man lädt ein gewünschtes Guthaben hoch und kann dieses dann verflattern. Jedes mal das ganze über PayPal zu machen wäre sehr lästig. Es muss schnell und unkompliziert sein und das ist es wie gesagt. Man muss nur angemeldet sein und kann dann fleißig Flattr Buttons klicken und den Autor einer bestimmten Sache belohnen. OK, das hätten wir geklärt. PayPal ist raus, Flattr ist drin.

Lohnt sich Flattr?

Erstmal muss man sagen, dass durch Flattr neues Geld im Netz herumschwirrt. Doch es ist wie immer. Es kommt wohl meist denen zu gute die bekannt sind und viele Leser haben. Ausnahmen gibt es sicher aber im großen und ganzen wird es auch hier so sein. OK, an sich kein Problem. Sie haben es wohl verdient. Deswegen würde ich sagen, dass Flattr eine nette Idee ist für die eigene Seite. Das aber tatsächlich bares am Monatsende dabei herausspringt wage ich zu bezweifeln. Im Juni hatte ich traumhafte Einnahmen von 1,33 Euro via Flattr. Das kam durch sieben klicks Zustande. Also etwas unter 20 Cent pro klick. Google Adsense ist da wesentlich effektiver. Da sind solche Summen pro Tag möglich (ja ich weiß, auch das ist wenig :)).

Das Problem bei Flattr

Das Problem ist meiner Meinung nach folgendes. Nehmen wir an Herr Mustermann überweist sagenhafte 5,00 Euro zu Flattr und kann diese jetzt einen Monat lang durch die Welt schießen. Klickt er einmal sind es 5 Euro für den jeweiligen Autor. Klickt er fünf mal dann sind es 1 Euro pro Autor. Prinzip verstanden? Klasse! :) Aber wenn er jetzt hundertmal klickt sind es nur noch 10 Cent pro Autor. Und so weiter und so weiter. Ich bin der Meinung, dass Flattr hier sein System ändern müsste. Mindestwert auf mindestens 10 Cent setzen. Wobei das auch schon recht wenig ist. Sonst werden hier jeden Monat Beträge im Cent Bereich hin und her geschoben. Sieht es gut aus wenn man einen Flattr Button sieht wo 834 klicks zu sehen sind. Aber ist es wirklich so viel? Es könnten auch nur 8,34 Euro sein. Irgendwie ist das dann im Vergleich zum Anzahl der klicks nichts. Also so richtig überzeugt mich das nicht muss ich sagen. Aber ich lasse es erstmal weiterhin laufen.

Ja was nun? Nützlich oder doch nur Hype?

Schwierig. Aber ich würde sagen, dass es mehr ein Hype ist. Lasse mich hier aber auch gern vom Gegenteil überzeugen. Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen das es sich auf Dauer durchsetzen wird. Was noch ein weiteres Problem ist mit dem aber Flattr nicht alleine dasteht ist, dass wenn Flattr hängt das auch die ganze Seite oft hängt was sehr unschön sein kann :)

13.07.2010 — Blogging // Gelesen: 3463 — Heute: 2
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12 Kommentare
  1. David Hellmann schreibt: 1 13. July 2010 — 20:20 Uhr

    Wie sind eure Erfahrungen mit Flattr? Wer hat die erste Million schon zusammen? :)

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  2. Katharina schreibt: 2 13. July 2010 — 20:24 Uhr

    Hab dich gleich mal geflattered, damit ich einem einzigen nicht die ganzen 2€ abdrücken muss. ;D

    Ich selbst hab letzten Monat 3,45€ bekommen. Sicher nur Glück, denn es waren nicht viele Flattrs (heißt das so?):
    https://flattr.com/profile/heartcrazed

    Nun ja, ich habs auch mal aus Neugierde versucht, aber da ich keinen belebten Blog oder so etwas habe, sondern lediglich einen unregelmäßig updatenden Fotoblog, macht das für mich wohl nicht so viel Sinn. Trotzdem gibt es mir persönlich ein gutes Gefühl, wenn ich jemandem zeigen kann, dass mir seine Sachen gefallen.

    Liebe Grüße,
    Katharina

    Diesen Kommentar zitieren

  3. David Hellmann schreibt: 3 13. July 2010 — 20:30 Uhr

    Zitat Katharina :

    Hab dich gleich mal geflattered, damit ich einem einzigen nicht die ganzen 2€ abdrücken muss. ;D

    Ich selbst hab letzten Monat 3,45€ bekommen. Sicher nur Glück, denn es waren nicht viele Flattrs (heißt das so?):
    https://flattr.com/profile/heartcrazed

    Nun ja, ich habs auch mal aus Neugierde versucht, aber da ich keinen belebten Blog oder so etwas habe, sondern lediglich einen unregelmäßig updatenden Fotoblog, macht das für mich wohl nicht so viel Sinn. Trotzdem gibt es mir persönlich ein gutes Gefühl, wenn ich jemandem zeigen kann, dass mir seine Sachen gefallen.

    Liebe Grüße,
    Katharina

    Fotos gehen also gut wie ich sehe :)
    Das mit dem “ich sehe es gefällt jemanden” ist sicher ein guter Effekt der dabei mit entsteht.

    Immerhin hast du ja schon mal doppelt so viel eingenommen. Aber es waren auch ca. doppelt so viele klicks.

    Interessant wäre zu wissen was ein Flattr klick im Durchschnitt an Wert hat.

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  4. Indra schreibt: 4 13. July 2010 — 22:44 Uhr

    Ich finde den Ansatz von Flattr super und denke, dass es wahrscheinlich zu früh ist, ein Urteil “Hype” zu fällen. Deinen Ansatz, dass es ein Minimum Flattr-Betrag geben sollte, finde ich aber durchaus sinnvoll. Irgendwie finde ich sogar eher, dass ein Flattr ein fester Betrag sein sollte und man beim “Aufladen” praktisch eine bestimmte Anzahl an Flattrs kauft. Nehmen wir an, ein Flattr ist 10 Cent. Wenn mir was besonders gut gefällt, klicke ich halt mehrmals.

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  5. David Hellmann schreibt: 5 13. July 2010 — 22:57 Uhr

    Zitat Indra :

    Ich finde den Ansatz von Flattr super und denke, dass es wahrscheinlich zu früh ist, ein Urteil “Hype” zu fällen. Deinen Ansatz, dass es ein Minimum Flattr-Betrag geben sollte, finde ich aber durchaus sinnvoll. Irgendwie finde ich sogar eher, dass ein Flattr ein fester Betrag sein sollte und man beim “Aufladen” praktisch eine bestimmte Anzahl an Flattrs kauft. Nehmen wir an, ein Flattr ist 10 Cent. Wenn mir was besonders gut gefällt, klicke ich halt mehrmals.

    Hype denke ich deswegen, da viele sowas gern mal testen und nutzen am Anfang aber dann wieder schnell die Lust verlieren. Da das ganze ja auch noch mit kosten verbunden ist. Aber mal schauen wie sich das entwickelt.

    Der Ansatz mit dem “Man kauft Flattrs” ist auch sehr gut. Das System müsste auf jeden Fall transparenter werden. Bisher kann man wie oben schon geschrieben halt überhaupt nicht einschätzen was so ein Flattr klick an Geldfluss erzeugt.

    Mal schauen ob es dahingehend noch Veränderungen geben wird.

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  6. Heiner schreibt: 6 14. July 2010 — 00:08 Uhr

    Ich denke Flattr funktioniert, sobald ein richtig großer Teil der Bevölkerung mitmacht. Sagen wir zum Beispiel mal, der Prozentsatz, der heute eine Tageszeitung abonniert hat. Dann würden Bruchteile von Cents pro Klick genügen um werbefreier Profi-Blogger werden zu können.

    Leider wird das wohl nicht passieren, aber es ist immerhin einen Versuch Wert.

    Jetzt einen Mindest-Flattr-Satz von 10 Cent einzuführen, würde meiner Ansicht nach bedeuten, den Versuch schon im Keim zu ersticken. Ich bin mir nämlich nicht sicher ob die breite Masse bereit ist, für z.B. 20 lesenswerte Artikel täglich 60 Euro im Monat abzudrücken.

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  7. David Hellmann schreibt: 7 14. July 2010 — 00:14 Uhr

    Zitat Heiner :

    Jetzt einen Mindest-Flattr-Satz von 10 Cent einzuführen, würde meiner Ansicht nach bedeuten, den Versuch schon im Keim zu ersticken. Ich bin mir nämlich nicht sicher ob die breite Masse bereit ist, für z.B. 20 lesenswerte Artikel täglich 60 Euro im Monat abzudrücken.

    Klar ist das viel aber man muss sich halt überlegen ob einem – nehmen wir mal die 10 cent als Beispiel – dieser Artikel das Wert ist. Außerdem ist die Rechnung ja falsch. Du zahlst ja eine Summe X ein und hast dann X Flatters zur Verfügung. Wäre meiner Meinung nach das bessere System.

    Wenn du irgendwas spenden würdest wäre das ja sicher auch nicht 1 cent. Dann kann ich es auch lassen.

    Das System jetzt lässt den Button zu sehr einem Like Button gleich kommen. Ich drücke einfach alles was mir gefällt.

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  8. Max schreibt: 8 14. July 2010 — 21:27 Uhr

    Hab vor 1 – 2 Monaten auch ein Invite bekommen.
    Ich muss ehrlich gestehen: mir gefällt es nicht.

    Ich war auch schon eine Zeit lange nicht mehr auf der Seite. Der Mindestbetrag war glaube ich 2€, richtig? Und wenn man (wie du im Juni) nur 1,33€ geflattert bekommt, hat man immer noch 0,67€ Verlust. Denn für mich ist das kein “ich gebe dir ein paar Cent damit ich dir zeigen kann ich mag deinen Blog” (denn dann kann ich mir auch irgendwo eine Art Daumenhoch-Script laden oder selbst programmieren bzw. einen Facebookbutton einfügen) sondern soll doch auch etwas fördern. Und wenn dann am Monatsende ein Minusbetrag kommt ist das schon nicht schön. (Das heißt allerdings nicht dass der Blog / die Seite uninformativ ist sondern das ggf. wie gesagt noch zu wenig Leute dank Invites auf Flattr angemeldet sind)

    Keine Ahnung ob ihr mir da zustimmt oder nicht, ist auch egal, ist ja nur meine Meinung. Lasse mich gerne belehren.

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  9. SciLor schreibt: 9 17. July 2010 — 00:39 Uhr

    Ich persönlich halte nicht so viel von Flattr, da ich als Entwickler von (kostenloser) Software erst einmal Investieren muss (Ich probierst aber mal aus ;)).

    PayPal finde ich genauso einfach. Ob ich jetzt einen Betrag eintippe und mein Passwort eingebe, oder nur mein Flattr Passwort eintippe ist doch nicht so der große Unterschied? Ich denke auch, dass es mehr PayPal Nutzer gibt, als Flattr Nutzer, da PayPal, meiner Meinung nach der beste Weg ist um Spenden zu senden und zu empfangen.

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  10. David Hellmann schreibt: 10 17. July 2010 — 10:30 Uhr

    Zitat SciLor :

    Ich persönlich halte nicht so viel von Flattr, da ich als Entwickler von (kostenloser) Software erst einmal Investieren muss (Ich probierst aber mal aus ;)).

    PayPal finde ich genauso einfach. Ob ich jetzt einen Betrag eintippe und mein Passwort eingebe, oder nur mein Flattr Passwort eintippe ist doch nicht so der große Unterschied? Ich denke auch, dass es mehr PayPal Nutzer gibt, als Flattr Nutzer, da PayPal, meiner Meinung nach der beste Weg ist um Spenden zu senden und zu empfangen.

    Flattr ist schon einfacher wie PayPal. Wenn du einmal eingeloggt bist brauchst du nur noch den Flattr Button drücken und das wars. Du musst die Seite nicht jedesmal verlassen.

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  11. Sven schreibt: 11 29. July 2010 — 09:38 Uhr

    Das Hauptproblem an Flattr ist meiner Meinung nach, dass es eben nicht (und wohl auch nie) die notwendige Zielgruppe anspricht (den großen Teil der Bevölkerung), sondern eher den kleinen Teil der Personen die Einnahmen über Blogs oder sonstige Seiten erzielen möchten.

    Ich sehe hier noch nicht die Logik, warum der normale Surfer, der nicht bereit ist für seine Tageszeitung Geld auszugeben, nun gerade für einen Blog diesen Schritt geht.

    Das könnte sich nur ändern, wenn hochwertige Angebote auf das System als Bezahlmodell setzen. Recht unwahrscheinlich. Also wird es wohl ein System sein, dass knallhart an der Realität scheitern wird.

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  12. David Hellmann schreibt: 12 29. July 2010 — 10:12 Uhr

    Zitat Sven :

    Das Hauptproblem an Flattr ist meiner Meinung nach, dass es eben nicht (und wohl auch nie) die notwendige Zielgruppe anspricht (den großen Teil der Bevölkerung), sondern eher den kleinen Teil der Personen die Einnahmen über Blogs oder sonstige Seiten erzielen möchten.

    Ich sehe hier noch nicht die Logik, warum der normale Surfer, der nicht bereit ist für seine Tageszeitung Geld auszugeben, nun gerade für einen Blog diesen Schritt geht.

    Das könnte sich nur ändern, wenn hochwertige Angebote auf das System als Bezahlmodell setzen. Recht unwahrscheinlich. Also wird es wohl ein System sein, dass knallhart an der Realität scheitern wird.

    Irgendwie glaube ich, dass du damit sogar recht hast. Das Geld was in das Netz gepumpt wird kommt wohl wieder von den selben Leuten die auch das Geld raus holen. Interessant wird es wohl wirklich erst wenn dritte Geld dort hin und her schieben. Aber bisher scheint es wohl eher so zu sein, dass die Blogger das Geld hin und her schieben.

    Ich werde es mal noch ein zwei Monate laufen lassen und dann mal mein Fazit ziehen.

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